Zusätzliche Leistungen

Welche zusätzlichen Leistungen gibt es?

Ergänzend zu den Regelbedarfen und den Bedarf für Unterkunft und Heizung können Mehrbedarfe und einmalige Leistungen erbracht werden, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.

Mehrbedarfe

Die gesetzliche Grundlage der Mehrbedarfe regelt § 21 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II). Für folgende Fälle kann ein Mehrbedarf gewährt werden:

  • Alleinerziehende (Personen, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammen leben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen)
  • Für Schwangere ab der zwölften Schwangerschaftswoche
  • Erwerbsfähigen behinderten Leistungsberechtigten, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 des Neunten Buches sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder Eingliederungshilfen nach § 54 Absatz 1 Satz 1 Nummern 1 bis 3 des Zwölften Buches erbracht werden.
  • Bei Leistungsberechtigten, die aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen (bitte Anlage MEB ausfüllen und vom Arzt bescheinigen lassen).
  • Soweit im Einzelfall ein unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger besonderer Bedarf besteht (bitte nehmen Sie hier unbedingt Kontakt zu Ihrem Ansprechpartner vor Ort auf).
  • Bei dezentraler Warmwassererzeugung (z.B. Durchlauferhitzer) und deshalb keine die Kosten nicht über die Bedarfe für Unterkunft und Heizung nach § 22 SGB II berücksichtigt werden.

Ob tatsächlich Anspruch auf einen Mehrbedarf besteht, klären Sie bitte mit Ihrem zuständigen Leistungsmitarbeiter. Legen Sie bitte auch erforderliche Nachweise vor.

Welche Leistungen gibt es dann noch?

Über die Regelleistung hinaus können Sie einmalige Leistungen erhalten und zwar als Darlehen oder Geld- und Sachleistung für die Erstausstattung der Wohnung einschließlich Haushaltsgeräte, die Erstausstattung für Bekleidung (auch bei Schwangerschaften und Geburt) und die Anschaffung und Reparaturen von orthopädischen Schuhen, Reparaturen von therapeutischen Geräten und Ausrüstungen sowie die Miete von therapeutischen Geräten.

Eine abschließende und verbindliche Aufzählung unter welchen Umständen die oben genannten einmaligen Leistungen erbracht werden können, ist aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Fällen und Lebensumständen nicht möglich, wenden Sie sich daher an uns im Falle eines Antrags auf einmalige Leistungen, um zu klären, welche Nachweise erforderlich sind.

Zuschuss für digitale Endgeräte für den Distanz-Unterricht

Das Jobcenter Lübeck kann Schüler:innen im Leistungsbezug rückwirkend ab dem 1.1.2021 mit einem Zuschuss in Höhe von maximal 350 Euro für digitale Endgeräte (z.B. Computer, Laptop oder Drucker) unterstützen. Schüler:innen die eine Ausbildungsvergütung erhalten sind ebenso berechtigt. Sollte Ihnen kein oder kein geeignetes Gerät im Haushalt zur Verfügung stehen und der Bedarf nicht von Schulen (z.B. über ein Leihgerät) oder sonstigen Dritten gedeckt werden, kommt ein Zuschuss in Betracht.

Der Zuschuss wird nicht automatisch gezahlt. Bitte reichen Sie hierfür den Vordruck „Schulbescheinigung Digitales Endgerät“ von der Schule ausgefüllt bei uns ein, dann kann Ihr Anliegen geprüft werden. Der Vordruck liegt auch in den Sekretariaten der Schulen aus, so dass Sie ihn auch dort erhalten können. Ein zusätzlicher Antrag ist nicht erforderlich. Bitte nennen Sie uns zudem, welche Geräte Sie zu welchen Kosten anschaffen möchten, hier reichen z.B.  Angebote aus dem Internet. Kostenvoranschläge sind nicht erforderlich. Bei Kostenübernahmen ab 150 Euro reichen Sie bitte noch den Zahlungs-/Kaufbeleg nach der Anschaffung ein. Sollten Sie das Geld verauslagt haben oder die Anschaffung im Zeitraum ab 01.01.2021 erfolgt sein, kommt auch eine Erstattung in Frage.