Positive Erfahrungen mit der Ausbildung in Teilzeit

Pressemitteilung vom 02.03.2018

 

Über 40 Interessierte kamen ins BIZ, um sich über die Ausbildung in Teilzeit zu informieren und sich die Tipps zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf von jungen, alleinerziehenden Auszubildenden nicht entgehen zu lassen.

Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt  Andrea Späth (Arbeitsagentur Lübeck) und Natalie Bibow (Jobcenter Lübeck) führten durch die Veranstaltung, in der sowohl Arbeitgeber Thomas Lehmkuhl (Handwerksbetrieb Lehmkuhl) und Corinna Tabor (Hörgeräteakustik Tabor), sowie auch deren Auszubildende in Teilzeit anwesend waren.

Im theoretischen Teil, erläuterte Jennifer Bunge von der Beratungsstelle Frau & Beruf die Voraussetzungen für eine Ausbildung in Teilzeit: „Wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt, z.B. ein eigenes Kind betreut, ein pflegebedürftiger Angehöriger gepflegt wird oder vergleichbare schwerwiegende Gründe (z.B. körperliche Einschränkungen) vorliegen, kann eine Ausbildung in Teilzeit absolviert werden. Bei dieser Ausbildung wird die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit im Betrieb reduziert.“

Im Anschluss berichteten die Teilnehmer über ihre Erfahrungen. „Ich war skeptisch, wie das im Arbeitsalltag funktionieren sollte“, erzählt Thomas Lehmkuhl offen. Inzwischen ist eine seiner Auszubildenden in Teilzeit Natascha Mix (28) im dritten Lehrjahr, macht im Herbst ihren Abschluss. „Natascha konnte von Anfang an sehr selbständig arbeiten. Sie ist sehr gut organisiert und zuverlässig. Sie überzeugt auch fachlich. Sie hat das Lackieren schneller gelernt als ihre männlichen Kollegen und macht es hervorragend“. Diese positive Erfahrung habe ihm gezeigt, dass die Teilzeitausbildung für beide Seiten ein Gewinn sein kann.

Auch Corinna Tabor möchte andere Arbeitgeber dazu aufmuntern, Auszubildende in Teilzeit einzustellen. „Teilzeit-Azubis sind überdurchschnittlich motiviert und zeichnen sich durch hohe Leistungsbereitschaft, stark ausgeprägtes Selbstvertrauen sowie höhere soziale und personale Kompetenzen aus. Durch die Ausbildung in Teilzeit können Betriebe die Chance nutzen, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Wenn eine Vollzeitausbildung durch Mutterschutz- oder Elternzeit unterbrochen wird, kann sie zum Beispiel in Teilzeit beendet werden. Davon profitieren beide“ erklärt sie.

 

Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt informieren mit den Beteiligten über die Ausbildung in Teilzeit

 

Im Anschluss an die Veranstaltung fand eine freie Sprechstunde statt.